Die Projekte der letzen Monate

Ahwe&Anecdotes 2.0

Bereits Anfang des Jahres erzählten insgesamt 10 Vortragende im Rahmen unseres Projekts Ahwe und Anecdotes über die verschiedensten Bereiche ihrer Heimat.

Ziel dieses Projekts war es für uns, Menschen aus der arabischen Welt zu Wort kommen zu lassen, und ihren Perspektiven auf ihre Heimat ebenso Platz in der Nachrichtenlandschaft einzuräumen wie medialer Berichterstattung. Das sind also die "Anecdotes". Den "Ahwe"-Teil des Titels hat wohl noch niemand verstanden, obwohl er für uns so gut klang :). "Ahwe" heißt auf Syrisch Kaffee, und sollte sinnbildlich für die wohlbekannte arabische Gastfreundschaft stehen, die die ÖsterreicherInnen einlädt, den Geschichten der Vortragenden zu lauschen. Und manchmal gab es auch tatsächlich Ahwe <3.

 

Am 22.11.2017 waren nun Mehmet, Obeyda, Omar und Matt mit Moderation von Martin an der Reihe, über ihre Heimatstadt Mossul, deren BewohnerInnen, Dialekte, Geschichte, Traditionen, Bildungssysteme und Minderheiten zu sprechen. Jeder der vier Vorträge konzentrierte sich neben den persönlichen Geschichten der vier Männer auf die Schlüsseljahre 2003, 2014 und 2017, die die Stadt und den gesamten Irak nachhaltig veränderten.

Eine kurze Diskussionsrunde am Ende, bei der die rund 60 ZuhörerInnen Fragen zur aktuellen Situation stellten, schloss den sehr interessanten und lehrreichen Abend ab.

 

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle dem Verein Fremde werden Freunde, der uns den wunderschönen Salon in der Garnisongasse für diesen Abend zur Verfügung stellte und uns mit Getränken und arabischen Süßigkeiten verwöhnte! Vielen Dank, liebe Lisa, lieber Masud! Wir kommen wieder <3

 

Vielen Dank an Mehmet, Obeyda, Omar, Matt und Martin und das großartige Publikum für diesen wunderbaren Abend!

 

Margareta Wetchy

wetchy@ceurabics.com

 



ShIsha-Karussel

Pia Razenberger, MA

razenberger@ceurabics.com



1001 Salam

Das Projekt 1001 Salam wurde im Zeitraum Mai bis Juni 2017 an insgesamt vier Terminen durchgeführt. Vordergründig war ein lockerer Sprachenaustausch in angenehmer Atmosphäre mit eigens dafür entwickelten Spielen. Die Termine waren sehr unterschiedlich gestaltet – die ersten drei fanden in den Räumlichkeiten des WUK statt, alle Abende hatten einen anderen Schwerpunkt. Um sich kennen zu lernen widmete sich der erste Abend Personenbeschreibungen, am zweiten Abend wurde eine arabisch-deutsche Version von Activity gespielt, ein lustiges Rätselraten an verschiedenen Stationen bildete den dritten Abend. Der letzte Termin fand Outdoor statt: Eine Schnitzeljagd führte unsere TeilnehmerInnen in verschiedenen Gruppen durch die Stadt, das erste Team gewann einen Preis. Trotz der schlechten Wetterlage freuten wir uns über die vielen TeilnehmerInnen!

 

Der Fokus dieses Projektes lag vor allem auf dem Austausch auf Augenhöhe. Vorkenntnisse in Sprache und Schrift waren nicht notwendig. Der Grundgedanke bestand darin, dass sich die TeilnehmerInnen die jeweils unbekanntere Sprache eigenständig näher bringen, wofür die erarbeiteten Spiele den Rahmen bildeten.

 

Das Projekt war ein voller Erfolg – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und Teilnehmenden für die schönen Abende!

 

 

Marina Mayer

mayer@ceurabics.com

 

Laura Plochberger

plochberger@ceurabics.com



Tabadul

Tabādul-Austausch fand von Oktober-Dezember 2016 in Wien statt. Dabei erarbeiteten 9 studieninteressierte Personen zusammen mit Studierenden der Universität Wien Referate aus. Alle Teilnehmenden möchten gerne an der Uni studieren und konnten bei Tabādul schon mal üben Literatur zu bearbeiten und einen Referatstext in deutscher Sprache auszuarbeiten. Inhaltlich handelte es sich um in Wiener Museen ausgewählte "Lieblingsstücke", die mit kunsthistorischen Methoden ausgearbeitet wurden. Am 17./18. Dezember wurden die Objekte einem Publikum vorgetragen. Nach den Präsentationen erarbeiteten alle gemeinsam gesellschaftlich relevante Themen, die in Zusammenhang mit der Auswahl der Objekte standen.

 

mumok

Mohammad Alzain - Die kauernden Frauen von Koloman Moser

Samer Mousa - Die Schule der Gelehrten von Paul Delvaux

Osama Altaii - No way out? von André Verlon

Selim Kendry - Allegorie von Ernst Fuchs

Volkskundemuseum

Omar Salas - Die Tiroler Stube

Hany Ibrahim - Die Münstertaler Seitstollentruhe

Wadee Ghattas - Die Schützenscheibe des Malers Viktor Krebs

Ismail Alagele - Das Stufenalter des MannesTechnisches Museum

Mohamad Albonni - Der Volkswagen Käfer

 

Wir bedanken uns bei der MA17 für die finanzielle Unterstützung des Projektes!

Wir bedanken uns bei den Museen, die so toll mit uns kooperierten!

 

Ein herzliches Dankeschön gilt auch dem Institut für Kunstgeschichte für die Bereitstellung der Räumlichkeiten

und der Evangelisch-Theologischen Fakultät für ihre Unterstützung durch Prof. Dr. Wolfram Reiss!

 

 

Gewonnen!

 

Tabādul-Austausch wurde am 8. März 2017 mit dem Deubner-Preis des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker ausgezeichnet!

Mithilfe des Preisgeldes können die Honorare der Referenten bezahlt und eine Weiterführung von Tabadul ins Auge gefasst werden!

Wir bedanken uns recht herzlich bei Peter Deubner und dem Verband Deutscher Kunsthistoriker!

Mehr Infos

 

Pia Razenberger, MA

razenberger@ceurabics.com